/b/ – Passierschein A38

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Nr. 105686
68 kB, 702 × 336
Was ist der Stand von IRC im Jahre 2017 2018? Heutzutage scheint ja jeder lieber Slack, Matrix, Discord, oder was sonst gerade die neueste Mem-Technologie ist, abzuhängen.
Wenn ich einen Blick in meine alten IRC-Channels werfe sind häufig nur 10 Leute online von denen die meisten nur rumidlen und vielleicht einmal wöchentlich etwas geschrieben wird.
In welchen Netzwerken findet heute noch etwas statt und nutzt hier überhaupt noch jemand IRC?
>>
Nr. 105687
>Slack
Selbst ausprobiert. Ist zum fürchten und bietet interessanterweise selbst einen IRC-Adapter.
Die beiden anderen kenne ich nicht näher.

>In welchen Netzwerken findet heute noch etwas statt.
In den "sozialen". Zumindest sind die ganzen Kiddies jetzt da. Hat eigentlich was Gutes.

>nutzt hier überhaupt noch jemand IRC?
Natürlich. Ich.
>>
Nr. 105690
Ja, dank all der modernen Mülltechnologie ist das IRC heute wieder weitgehend frei von Nervensägen.
>>
Nr. 105692
>>105690
>Mülltechnologie
Ich gehe einfach davon aus, dass es zentralisierte, proprietäre und geschlossene Netze wie bei den ganzen neuen Telefondiensten sind. Habe mir noch nicht die Mühe gemacht, jeden einzelnen zu prüfen.

Vermutlich gibt es keinen Anreiz mehr, wirkliche IRC-Alternativen zu schaffen, weil einerseits das Netz schneller und zuverlässiger und die Benutzerbasis dafür größer und technisch ungebildeter geworden ist.
>>
Nr. 105714
nutze immer noch irc, leider ist im efnet und undernet gar nix meer los.
>>
Nr. 105715
>>105692
mastodon ist dezentral und scheint mir von noch am wenigsten krebsig
>>
Nr. 105735
215 kB, 1600 × 1200
>>105715
Die Meinung eines Außenstehenden oder benutzt du es tatsächlich selbst?

Wie soll eine Web-Anwendung IRC ersetzen? Du kannst dich ja nichtmal anonym dort anmelden.
>>
Nr. 105739
>>105715
>>105735
Dieses. Mastodon ist interessant, aber eher eine Alternative zu Twitter und auch sonst kaum mit IRC zu vergleichen.

>>105714
EFnet ist ziemlich aktiv, zumindest in den englischsprachigen Channels. Mir sind dort keine größeren deutschen Channels bekannt.
Undernet meide ich, da die Sysops eine Politik verfolgen, die ich nicht unterstützen möchte (z.B. kein TLS)
>>
Nr. 105754
War eine Weile regelmäßig auf irc.mozilla.org und habe mir wildfremden Menschen geholfen ihre Feuerfuchsprobleme zu beseitigen. Seitdem weiß ich, dass Antivirusprogramme zumal falsch oder gar nicht konfigurierte eine wirkliche Plage sind.
>>
Nr. 105786
XMPP für den Endsieg.
>>
Nr. 105797
Slack ist IRC.
Abgesehen davon gibt es IRC natürlich noch. Laut http://irc.netsplit.de/networks/ kommen immer noch neue Netzwerke dazu.
>>
Nr. 105806
>>105797
>Slack ist IRC.
Es ist bestimmt ein Fortschritt, wenn man sonst nur die Java-Web-Applets genutzt hat.


Ich hatte schon einmal die zweifelhafte Ehre für einen kleineren Betrieb zu arbeiten, wo die Verwaltung allenthalben irgendwelche "Cloud"-Dienste abonniert hat, um den Betriebsablauf zu optimieren. Dieses Slack war ganz vorne mit dabei. Fein säuberlich zergliedert in tausend Kanäle für jeden einzelnen Unternehmensbereich, wo sich denn jeweils ein bis zwei Teilnehmer "tummelten". Im Grunde konnte man dann diejenigen gleich direkt anschreiben (oder anrufen, was dann auch meist geschah).

Im voreingestellten #random-Kanal, worüber man gleichermaßen alle erreichen konnte, schrieb bald auch keiner mehr, nachdem ein-zwei Kollegen zurechtgewiesen wurden, sie mögen diesen Kanal nicht für unwichtige Gespräche missbrauchen. Diejenigen, die den ganzen Mist verzapft hatten, versuchten dann noch irgendwelche wichtigen "Neuigkeiten" in #random zu schreiben, um das Biest doch nochmal wiederzubeleben, aber da war's im Grunde schon zu spät.

Abgeschafft ist es Gerüchten zufolge bis heute nicht, wird sich aber auch nicht mehr amortisieren (wenn die dafür überhaupt Geld zahlen mussten, sowas finanziert sich ja sicherlich eher über Datenverkauf/Werbung). Tatsächlich liegt das Versagen eher bei der Verwaltung als beim Anbieter, aber ich konnte das Biest nun schon ausführlich probefahren und kann wirklich keinen Mehrwert gegenüber IRC erkennen. Es ist erwiesenermaßen
>Mem-Technologie
>>
Nr. 105807
>>105786
ICB (International Citizen's Band) für den Endsieg.
>>
Nr. 105809
>>105806
Das stimmt, es hat keinen Mehrwert gegenüber IRC. Ernst nutzt IRC jedoch seit er ein eigenes Lauergerät hat und sieht den Vorteil darin, dass er es mit seinem IRC-Klienten nutzen kann, während seine Kollegen die nicht gut mit Computern sind auch damit zurecht kommen.
>>
Nr. 105812
3,2 MB, 3648 × 2736
Im IRC sammelt sich nicht das vereinte DAU-Wissen der Nation. So begegnet einem primär eine akzeptable Orthographie. Irgendwie scheint für viele die Einstiegshürde, auch wenn das Protokoll einfacher als HTTP ist, zu hoch zu sein.
>>
Nr. 105813
115 kB, 1009 × 643
>>105809
>die nicht gut mit Computern sind
Wie gut muss man denn sein, um sich einen Benutzernamen und den richtigen Server auszuwählen? Habe gerade auf dem Kuketz-Blog gelesen, dass XMPP für "Fortgeschrittene" ist und er stattdessen Signal empfiehlt. Die haben aber nur den Vorteil, dass
a) der Server vorausgewählt und
b) Schlüssel nicht-interaktiv ausgetauscht/überprüft werden.
Eine Sache, die man in zwei Sätzen erklärt hat.

>auch damit zurecht kommen
Womit nun eigentlich? Mit IRC?

>>105812
>Orthographie
Scheint tatsächlich (gefühlt) weniger Konsequentkleinschreiblinge und LRS-Luschen zu geben.

>technische Spezifikation als Einstiegshürde
Neger, bitte. Die Schafe lesen ja noch nicht mal Lizenztexte durch (selbst wenn's BSD oder WTFPL wäre) und du meinst sie wählen nach der Protokollkomplexität?!
>>
Nr. 105814
293 kB, 940 × 940
>>105813
>weniger Konsequentkleinschreiblinge
>>
Nr. 105816
160 kB, 1920 × 1080
>>105814
>bleidgt
Aber die Lese-Rechtschreib-Schwäche lässt dich kalt?
>>
Nr. 105817
6,2 MB, 720 × 720, 0:43
>>105816
>Aber LRS laesst dich kalt?
Schon, ja.
Das konsequente Kleinschreiben ist ja eine bewusste Entscheidung; eine Lese-Rechtschreib-Schwäche hingegen nicht. Bei Ersterem wird eine Entscheidung kritisiert, bei Letzterem das Sein der betroffenen Person. Wenn man eine LSR hat, ist das halt so; da kann man dann nichts dafür. Das kann den Gegenüber nerfen und aufregen, aber das ändert halt nichts.

Zudem finde ich, dass eine gewisse künstlerische Gestaltungsmöglichkeit bei der Schreibweise ab und an doch angemessen ist - nicht immer möchte man im perfektem Hochdeutsch kommunizieren. Ab und an mal ein wenig den eigenen Dialekt einfließen lassen, kann auch befreiend auf die Psyche wirken.
Dem kommt noch hinzu, dass die Aussprache nicht immer gleich der Schreibweise ist. Als kleines Beispiel: "Geld". Würde man es aussprechen, wie man es schreibt, würde ich fragen: "Hä, wo hast du Gel drauf geschmiert?" - "Gält" ist da näher der an der wirklichen Aussprache. (Da finde ich .lojban. und Koreanisch ganz fein. Bei den Sprachen gibt es das Problem nicht.)

außerdem hat mein psüchodock sagt hat, nach langem testen, daß das an der großen diskrepanz zwischen hoher logisch/mathematisch und relativ schwacher sprachlich fähigkeit liegen tut. so gut 50 IQ punkte unterschied hat hat. das sprachliche bei ~110 war sein. da ich aber noch ganz klein gewesen sein bin. nu ich viel, viel weg soffen hat so vong IQ punkten her. dafür ich seitdem aber viel lernt hat vong sozialer intelligenz her, ich glaub, was aba nicht gemäßt wurd. :]

um mal wieder zum thema zu kommen: was nutzt'n ihr als client? ich spiel gerade mit irrsi in xsh(xiki shell) in vim rum. ja, ich mag es kompliziert ;p nutz aber auch hexchat, falls ich mir beim rumspielen wieder mal was putte macht hab.
>>
Nr. 105819
Ich nutze Hexchat.
Da ich - wie im echten Leben - nicht mit Menschen verkehre, bin ich hauptsächlich dort anzutreffen, wo meinesgleichen verkehrt: Ernst, Bernd, Walter, in diversen subchanneln, oder einfach offline.

Passiv ist die neue Bewegung.
>>
Nr. 105820
>>105817
>Das konsequente Kleinschreiben ist ja eine bewusste Entscheidung.
Ich habe verdrängt, dass es solche Menschen auch gibt. Natürlich wollte ich unterstellen, dass die Kleinschreiblinge einfach Umschaltfaulenzer sind und keinerlei politische oder künstlerische Motivation dahinter steckt.

>bei den Sprachen gibt es das Problem nicht
Dass man die Aussprache aus dem Text allein erkennen kann? Das kann ich mir nur bei den Hilfssprachen wie Lojban und Esperanto vorstellen und selbst da (Esperanto ist bereits über hundert Jahre alt) gibt es sicherlich schon einige Abrundungen in der Aussprache. Eine (fast) phonetische Schrift hat die russische Sprache auch, deswegen soll Stalin seinerzeit auch die Russlanddeutschen gedrängt haben, ein phonetisches Alphabet anzunehmen (Beispiel: "Füsik-Untericht").

Dein Beispiel hinkt: Das E in Geld ist kurz und in Gel lang (da frz. Migrationshintergrund). Für ein langes E haben wir im Deutschen immer noch das Dehnungs-H. Du musst also das kurze E nicht noch zu einem Ä "verkürzen".

Dieses Phänomen, dass man D schreibt und T spricht (ich glaube man nennt es "Verhärtete Endmitlaute") gibt es auch bei anderen Buchstaben (z.B. bei "halb" klingt auch ein P am Ende). Es ist also ganz richtig, dass man eigentlich der Aussprache nach "Gelt" schreiben müsste, aber dann lauteten alle andere Fälle (des Geldes, dem Gelde) immer noch auf D. Deswegen ist man gleich insgesamt dabei geblieben.

>irssi in xsh in vim
Jetzt erkläre mir bitte mal den Mehrwert davon! Davon geht doch die ganze Unix-Filosofie in den Arch.
>>
Nr. 105825
>>105820
>in Gel lang (da frz. Migrationshintergrund)
Die Erklärung klappt nicht so ganz, weil "gel" auf Französisch kurz ausgesprochen wird.
Gell?
>>
Nr. 105826
>>105825
Die Franzosen kennen ein "G"?
>>
Nr. 105828
286 kB, 1024 × 768
>>105820
>Kleinschreiblinge einfach Umschaltfaulenzer sind
zugegeben, das wird bei mir auch wohl mit der hauptgrund sein. kann da nicht so wirklich einen mehrzweck erkennen beim konkreten einhalten der groß- und kleinschreibung. ich nutz' die taste meist nur für camelCase, dort ist es wichtig zum erkennen. ja, das lesen fällt einem etwas leichter, wenn man da jemanden hat, der die umschalttaste nutzt, aber nur unwesentlich.

> >irssi in xsh in vim
>Jetzt erkläre mir bitte mal den Mehrwert davon!
primär des spielens wegen. also zum lernen. bin noch relativ ungeübt im umgang mit unix - wahr ewig ein fenster-sklave... C#-progger gewesen - ich schäme mich dafür heute.
gebe dir aber recht, dass da wohl eher kein mehrzweck vom programm selbst zu erkennen ist, aber ist, wie gesagt, auch nicht mein grund das zu machen. spielen und erfahrung sammeln.
>>
Nr. 105832 Kontra
>>105826
Ja, und vor "a", "o" und "u" sprechen sie das "g" sogar gleich aus wie wir.
>>
Nr. 105836
>>105832
soso. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Da bin ich aber beeindruckt. Das hätte ich der Sprache des Wahnsinns (und der Lüge, wie etliche Philosophen behaupten) garn nicht zugetraut.
>>
Nr. 105844
>>105836
Ce qui n'est pas logique n'est pas français.
>>
Nr. 105851
203 kB, 519 × 506
>>105828
Hmm, du könntest noch mit Xephyr(1) einen zweiten X-Dienst mit einer eigenen GNOME-Sitzung öffnen, um dort deinen überlegenen textbasierten IRC-Klienten in einer auf- und zuklappbaren guake-Muschel laufen zu lassen.

Dann würde der Gesprächsverlauf aber nicht gespeichert, wenn du gerade nicht angemeldet bist. Besser also mietest du einen virtuellen Host, um irssi oder BitchX ununterbrochen darauf laufen zu lassen. Dann kannst du dich immer mit ssh einwählen, die Gesprächsfetzen der verpassten x Stunden aufarbeiten und weitermachen.

Natürlich gehört das in ein tmux(1), damit beim abmelden irssi nicht einfach zugemacht wird oder du benutzt mosh(1), wobei ich gerade nicht genau weiß, was der genaue Vorteil gegenüber normalem SSH sein soll.
>>
Nr. 105893
Ich erinnere mich noch als ich jeden Tag auf dem ICQ IRC gelauert habe... Die guten alten Zeiten
>>
Nr. 105894
>>105686
Nichtmal Bitcoin benutzt noch IRC!
>>
Nr. 105898 Kontra
180 kB, 9 Seiten
>>105894
von welchem bitcoin sprichst du?
>>
Nr. 105955
Würde am liebsten WeeChat benutzen, aber hab nen extremen Schweinehund das zu konfigurieren. Benutze jetzt aus Faulheit HexChat, aber bin damit extrem unzufrieden, weil CTCP VERSION sowohl standardmäßig aktiviert ist, als auch nur über im Manual verbuddelten Kommando deaktiviert werden kann, anstatt über das Menü, in dem sämtliche andere CTCP-Antworten konfiguriert werden. Und man kann den Zeichensatz nicht einstellen. UTF-8 everywhere und so, jaja, es geht aber völlig an der Realität vorbei. Aber ich schweife ab.

Was ich meisten höre, wenn die Leute sich genervt von IRC abwenden, ist dass es einfach keine Offline-Nachrichten gibt. Das Problem ließe sich aber auch serverseitig inklusive Kompabilität zum Protokoll lösen, wenn man die Authentifizierung direkt mit der Nick-Änderung realisiert. Hat nur noch nie jemand gemacht.

Diejenigen sind jetzt übrigens bei Discord, was ich ja aufgrund der fehlenden Dezentralität ziemlich beschissen finde. Ein anderes gutes, auch bewährt skalierbares Protokoll, ist PSYC (psyc.eu), aber die sind seit Jahren in Entwicklung. Aber ich sehe gerade, dass PSYC auch abwärtskompatibel zu IRC ist. wzf ich liebe psyc jetzt
>>
Nr. 105956
>>105955
Die Konfiguration von weechat ist vom Aufwand her sehr variabel. Wenn du es auf das Minimum beschränkst, trägst du in einer Textdatei ein paar Zeilen pro Server und Kanal ein (Addresse, login etc) sowie deine Nicks.
Ab da kannst du dann beliebig tief gehen was weitere config angeht, denn über die möglichen Standardkonfigurationsparameter (welche ein paar Hundert sind) gibt es die Möglichkeit Skripte in Python, Perl, Lua, Ruby, etc zu schreiben und Plugins in C99. Über FIFOs im Dateisystem kannst du dann auch Informationen mit beliebigen Programmen austauschen, wenn deine Lieblingssprache nicht eingebettet ist.

Aber für einen Lauffähigen Client reichen die paar Zeilen zum Verbindungsaufbau. Sobald du das hast kannst du über die Jahre immer mal wieder etwas daran basteln, wenn du gerade Zeit hast.

Quelle: Nutze weechat seit Jahren und habe anfänglich nur den Verbindungsaufbau sowie die Crypto für Passphrasen konfiguriert. Später dann mal Farben angepasst und angefangen vorhandene Skripte zu nutzen und dann selbst welche zu schreiben.
>>
Nr. 105957
>>105955
Mühsamer als das Konfigurieren ist wohl das anfängliche Benutzen, da du dich erst einmal an die Tastenbindungen gewöhnen musst. Bei reger Benutzung hast du dies aber nach ein, zwei Tagen drauf. Danach läuft es, wie bereits gesagt, recht gut vor sich hin.

t. nutzt WeeChat jetzt auch schon seit > 2.5 Jahren und fühlt sich gerade alt